Wald wird
Kinderglück

Evangelischer Waldkindergarten

Wald macht Kinder glücklich - Natürlich! Gott sei Dank!

Jeder Tag ein Abenteuer, hinter Baumstumpf und Felsbrocken immer Neues entdecken, jubelnd in die Laubhaufen springen, an Kletterbäumen und Schluchten sich ausprobieren: Für Waldkinder ist kein Weg zu steinig, kein Dickicht zu dicht und kein Abhang zu steil. Gemeinsam bestehen sie die Herausforderungen und kommen überall hinauf und hinunter, als Freunde unterwegs durch dick und dünn.

Wald: das schönste Kinderzimmer - Natürlich! Gott sei Dank!

Waldkinder finden alle Spielsachen, von denen sie träumen: Mondrakete, Forschungsschiff, Zwergenhaus, Restaurant, Pferd, Lagerfeuer, Ritterburg, all das und vieles mehr verbirgt sich in der alten Baumwurzel. Tote Bäume, Blätter, Sand und Lehm, Wasser und Schlamm, Farnkraut, Binsen, Blüten, Stöcke: Waldkinder spielen mit allem immerzu und immer neu. Mit diesen Spielsachen lernen sie kreativ und eigenständig denken und handeln.

Wald macht Kinder wetterfest - Natürlich! Gott sei Dank!

Waldkinder lieben jedes Wetter, weil sie jedes Wetter spüren. Jedes Wetter ist schön: ganz schön nass, ganz schön matschig, ganz schön warm, ganz schön windig, ganz schön sonnig, ganz schön kalt, ganz schön gesund ...

Wald macht Kinder staunen - Natürlich! Gott sei Dank!

Waldkinder liegen auf dem Rücken im Moos und schauen in den Himmel, lauschen dem Rauschen des Windes in den Wipfeln, blinzeln in die Sonne und werden ganz still. Ehrfürchtig betrachten sie einen Keimling oder die brütende Amsel im Nest. In sich versunken lassen sie den Sand rieseln oder streicheln den Baum mit Lehm ein. Sie schnuppern den Holunderblütenduft, begrüßen achtsam die Erdkröte nach ihrer Winterruhe und folgen den Spuren des Rehs oder freuen sich über die Schnecke am Wegrand.

Wald macht Kinder reich - Natürlich! Gott sei Dank

Waldkinder suchen und finden fantastische Schätze im Wald und tragen sie froh nach Hause: Stöcke, Steine, Moos, Wurzeln, Rinden, Samenkörner oder Lehmkugeln, fantasievoll verwandelt in Bohrmaschinen, Feuerwehrschläuche, Edelsteine, Lasso, Computer, Kissen, Schokoladenkuchen und vieles mehr.

Wald macht den Tag zum Waldtag - Natürlich! Gott sei Dank!

„Guten Morgen! Schön dass DU da bist!“ Spielen, Werken, Malen, Lesen in und um die Hütte, so beginnt der Kindergartentag. Sind alle Kinder da, erleben wir eine richtig gute Gemeinschaft im Morgenkreis: „Wir gehören zusammen, du gehörst dazu, keiner soll allein sei, wichtig bist auch du!“ Wir singen, tanzen und feiern miteinander, erzählen Geschichten, denken gemeinsam über uns wichtige Themen nach und führen Gespräche, wir spielen und lernen und danken Gott für den neuen Tag. Dann heißt es „Los gehtʻs!“ mit dem Rucksack und gutem Schuhwerk ab ins Eichenwäldchen, zum Aussichtsplatz, zur Sprunggrube, zum Abenteuerweg oder wie auch immer die geliebten Plätze benannt werden. Manchmal geht es auf „Expedition“ durch unwegsames und noch „unerforschtes" Gebiet, im Sommer auch mal barfuß durch den Bach. Aber immer gibt es dann die Vesperrunde und anschließend Spiel nach Lust und Laune. Je nach Gelände rutschen und klettern wir, bauen Lager und Hütten, kochen und graben. Oder wir verstecken uns, suchen geheime Plätzchen, erforschen und untersuchen etwas oder wir erleben im Rollenspiel unendliche Geschichten. Vollbepackt mit gefundenen Schätzen treten wir rechtzeitig den Heimweg an, weil gegen Mittag Mamas und Papas an der Hütte auf die Kinder warten.

Wald macht Kindergarten zum Waldkindergarten Schönblick

20 Kinder ab 3 Jahre
Öffnungszeiten: 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr
Schutzhütte am Waldparkplatz Franz Konrad Straße beim Schönblick

Nach den Aussagen unserer Eltern war der Beginn des Lockdowns für die Kinder gar nicht so schlimm.
Im Gegenteil, viele genossen die gemeinsame Familienzeit.

Irgendwie stand alles still. Es gab keine Termine mehr: kein Ballett, keine Musikschule oder Sportverein. Viel täglicher Organisationstress fiel weg und übrig blieb mehr positive Familienzeit.
Doch mit der Zeit wurde das, was anfangs neu und spannend war, langweilig. Der Wunsch der Kinder wuchs, wieder mit Freunden spielen zu können. Dementsprechend groß war die Freude, dass der Kindergarten nach und nach wieder öffnen konnte.
Während des eingeschränkten Regelbetriebs besuchten zehn Kinder unseren Waldkindergarten: Vorschüler, im Herbst neu Aufgenommene, Jungen und Mädchen.  Eine bunt gemischte Gruppe. Fast jedem fehlten die gewohnten Spielpartner. Wir Erzieher fragten uns, wie das funktionieren wird - und wurden von unseren Kindern überrascht. Sie spielten einfach alle gemeinsam! Die Freude wieder im Waldkindergarten zu sein und andere Kinder zu sehen überwog.

Schmieden spielen
In dieser Zeit genossen die Kinder auch die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Erzieher, die sich viel Zeit für die wenigen Kinder nehmen konnten. Es wurde viel gefragt, erklärt und erzählt. Und plötzlich waren Dinge möglich, die bei voller Gruppenstärke nicht funktioniert hätten. Feuer ist ein faszinierendes Element. Kinder lieben es, dann Stöcke hinein zu halten bis sie vorne glühen.  Irgendwann kamen ein paar Kinder darauf, mit diesen Feuerstöcken „Schmieden“ zu spielen. Als sie wieder einmal „Schmieden“ spielten, fragten sie plötzlich ihren Erzieher: „Können wir eine Eisenstange aus dem Lager haben?“  Der sagte ganz naiv, „ja“ und dachte sich, was soll schon passieren? Die halten eine Eisenstange ins Feuer und klopfen danach mit dem Hammer darauf und haben mit einer Eisenstange „Schmieden“ gespielt. Doch was dann passierte, war kein Spiel. Es war alles echt! Die Stange glühte und verformte sich unter den Hammerschlägen der Kinder. Die Spitze wurde platt, und als sie einmal besonders heiß war, verbog sie sich fast ohne Zutun. Heraus kam eine kleine selbstgeschmiedete Hacke. Die Kinder waren ergriffen von ihrer Selbstwirksamkeit, ergriffen davon, etwas zu schaffen, das ihnen niemand zugetraut hatte. Das „Schmiedespiel“, das plötzlich keines mehr war, wurde zu einem magischen Moment, mitten unter den besonderen Bedingungen des eingeschränkten Regelbetriebes.

Schmetterling flieg!
Ein weiterer besonderer Augenblick war die Geburt unseres Schmetterlings. Vor einigen Wochen hatten wir drei Raupen bekommen, sie gefüttert und ihnen beim Verpuppen zugeschaut. Am Nachmittag des Schultütenbastelns ist dann ein Schmetterling geschlüpft. Unsere Großen, die ja gerade selber eine Metamorphose vom Kindergartenkind zum Schüler durchmachen, waren live dabei. Am nächsten Tag wollten wir dann den Schmetterling mit allen Kindern fliegen lassen. Doch was war das? Er taumelte nur durch die Luft, konnte nicht aufsteigen und landete auch noch unglücklich in der Schale mit Zuckerwasser, die zur Stärkung bereit stand. Immer wieder versuchte er los zu fliegen, doch es klappte nicht. Daraufhin retteten ihn die Kinder, reichten ihn liebevoll von Finger zu Finger und setzten ihn zum Ausruhen und zur Stärkung auf eine Blüte. Nach ein paar Minuten breitete der Schmetterling  seine Flügel aus. Die Kinder schauten gespannt zu und als er abhob rief ein Kind spontan „flieg!“. Die anderen Kinder stimmten mit ein und tatsächlich, unter den Anfeuerungsrufen der Kinder gewann der Schmetterling an Höhe und verschwand kurze Zeit später aus unserem Sichtfeld. Es war sehr bewegend zu sehen, welche Bindung die Kinder zu diesem Tier aufgebaut hatten und mit ihm fühlten.

Einseifen und Singen gegen Corona
Trotz solcher außergewöhnlichen Erfahrungen  freuten sich unsere Kinder darauf wieder alle anderen Spielkameraden zu sehen und stellten für sie selbstgemachte Lavendelseife zur Begrüßung her. Denn dass Hygiene wichtig ist, hatten sie in dieser besonderen Zeit ebenfalls gelernt. Und hierzu gehört das regelmäßige Händewaschen, an das die selbstgemachte Lavendelseife erinnern soll.
Die Hygienevorschriften empfehlen, dass man sich mindestens für 20 Sekunden die Hände wäscht. Die bekannte Faustregel für 20 Sekunden lautet, zwei Strophen von Happy Birthday zu singen. Doch wir im Waldkindergarten wollen den Virus, der so viel Schrecken verbreitet hat, nicht auch noch beglückwünschen. Ganz im Gegenteil, wir wollen in weg haben! Deshalb singen wir:

Lieber Virus hör zu, lass mir bitte mei Ruh.
Lieber Virus bleib mr g´stohla, denn echt onütz bisch du.

Lieber Virus du Schreck, i wäsch di ab wie dr Dreck,
i nemm Wasser, i nemm Soife und dann bisch du schnell weg.

Gottes Spuren

Dieses Jahr hatten wir ein großes Thema über Spuren im Wald. Wir fanden Fraßspuren an Tannenzapfen von Eichhörnchen, Mäusen und Spechten. Es gab Schlaf- und Scharrplätze von Rehen. Und dann gab es noch jede Menge Huf- und Tatzenabdrücke von nahezu jedem Tier, das im Wald lebt: Rehe, Waschbären, Füchse und Dachse. Doch die Tiere haben wir nie zu Gesicht bekommen.
Irgendwann kam dann der Gedanke auf, dass es da noch einen gibt, der um uns herum ist, der uns durch den Wald begleitet und den wir trotzdem noch nie gesehen haben. Für die Kinder ist es selbstverständlich, dass es Gott gibt, auch ohne direkten Augenbeweis. Und deshalb haben wir die Kinder einfach gefragt, ob Gott Spuren hinterlässt. Natürlich nicht im Sinne  von Pfoten- und Hufabdrücken. Und ihre Antwort war: Na, klar!
Deshalb haben wir im Morgenkreis die Antworten und Gedanken der Kinder hierzu gesammelt, für diese Präsentation zusammengefasst und mit Bildern aus unserem Alltag versehen. Wir waren ganz schön erstaunt, was da alles zusammen kam. Doch seht selbst!

Neues von Fuchs und Dachs

Da es uns keine Ruhe ließ, ob in unserem entdecktem Bau ein Fuchs oder Dachs wohnt, haben wir uns eine Wildtierkamera (Fotofalle) gekauft. Und das Ergebnis war erstaunlich: Die erste Bilderserie zeigte einen Fuchs! Dabei hatten wir anhand der Spurenlage auf einen Dachs getippt. Was für eine Blamage! Doch die zweite Bilderserie ein paar Tage später hat uns wieder rehabilitiert: Da ist auch ein Dachs mit im Bau! Und das Witzigste: Jeden Tag kommt ein Reh (auf Besuch?) vorbei.

Fuchs- oder Dachsbau?

Diese Frage beschäftigt uns, seitdem wir im Wald am „Salamanderplatz“ einen Bau gefunden haben. Da es hieß, dass es hier in unserem Wald keinen Dachs gebe, gingen wir von einem Fuchsbau aus.
Daraufhin ging es mit Wasser ans Werk, um eine glatte, feuchte Fläche vor dem Bau entstehen zu lassen, mit dem Ziel dadurch die Spuren sichtbar zu machen. Wir wurden an einem anderen Tag tatsächlich fündig, es gab Spuren an dieser Stelle. Allerdings konnten wir der Sache noch nicht auf die Spur kommen, da die Pfotenabdrücke eines Daches denen eines Waschbären ähneln.
So informierten wir uns über den Dachs und den Fuchs und erfuhren Erstaunliches über diese beiden Tiere. Zum Beispiel wissen wir nun, das ein Fuchs einen gigantischen Sprung mit dem Kopf voran nach unten macht, wenn er Mäuse fängt, und dieser daher Mäusesprung heißt. Beim Dachs ist uns jetzt bekannt, dass er ein ausgezeichneter Höhlen- und Tunnelgräber ist und sich seine Baus bis zu fünf Meter tief in die Erde erstrecken.
Ein Höhepunkt war der Ausflug nach Straßdorf zu einem Bau, der wirklich einem Dachs gehört. Dieser hatte ganze elf  Ein- und Ausgänge, wir waren beeindruckt. Neben dem erstaunlichen Bau fanden wir auch kleine Löcher im Boden, die der Dachs auf der Suche nach Nahrung mit seiner Schnauze hinterlassen hatte. Doch damit nicht genug, auf dem Rückweg machten wir noch eine weitere Entdeckung – Haare, echte Dachshaare. Zu guter Letzt fand einer unserer kleinen Entdecker einen richtigen Schädel. Nach einer Recherche war klar, dass dieser wahrhaftig von einem Dachs stammte. Wir hatten uns auf den Weg gemacht, um einen Dachsbau zu besichtigen und bekamen doch so viel mehr zu sehen, das war ein aufregender Tag!
Zurück zu „unserem“ Bau, dort ist den neusten Spuren nach zu urteilen ein Reh entlanggelaufen und sehr wahrscheinlich auch ein Dachs. Ganz sicher wissen wir es noch nicht, aber wir geben so schnell nicht auf und bleiben dem Rätsel nach dem wahren Eigentümer auf der Spur.

Dachsbau in Straßdorf
Dachsbau in Straßdorf
Dachsbau in Straßdorf
Dachshaare
Dachsschädel
Spur entdeckt!
unser Bau
Waschbärspur?

Bitte ein Eis!


Der Winter war dieses Jahr sehr schneearm. Unsere Kinder konnten kein einziges Mal mit ihren Bobs unsere geniale Schlittenbahn durch den Wald hinunter sausen. Doch wir wurden auf eine ganz andere Art und Weise beschenkt. Es gab Frost: klirrend, kalt und unendlich schön. Die Kälte ließ das Wasser in unseren Schluchten zu bizarren und wunderschönen Gebilden erstarren, die so manchem Kind ein „Oh, ist das schön!“ über die Lippen kommen ließ. Doch nicht nur zum Anschauen lockte das Eis, die Kinder schlitterten, hackten, experimentierten, probierten und genossen dieses seltene Ereignis.

Die kleine Maus sucht einen Freund
Ein Bilderbuch der Waldkinder und ihrer Eltern angelehnt an das Bilderbuch von Eric Carle

Hmh, das schmeckt lecker!

Kinder des Evangelischen Waldkindergartens Schönblicks pressten Apfelsaft.

Schon vor zwei Wochen pflückten die Kinder und freiwillige Erntehelfer im Apfelgarten des Schönblicks kistenweise Äpfel. Insgesamt kamen ca. zwei  Tonnen zusammen. Als „Lohn“ gab es einen ganzen Bollerwagen voll Äpfel für den Waldkindergarten. Daraus kochten die Kinder über dem Feuer Apfelmus und backten Kuchen. Alles schmeckte so wunderbar, dass die ganze Aktion wiederholt werden musste. Der Großteil der Äpfel wanderte allerdings ungekocht und ungeschnippelt als „Versucherle“ in die Mägen der Kinder. Die Äpfel waren einfach zu köstlich. Deshalb waren auch nach zwei Wochen alle Äpfel aus dem Bollerwagen verspeist. Da kam es gerade recht, dass Claus Löffler, der Hausmeister des Schönblicks, die Kinder des Waldkindergartens diesen Dienstag wieder um Hilfe bat. Eine mobile Apfelsaftpresse hatte auf dem Schönblick Halt gemacht. Jetzt galt es die gepflückten Äpfel auf das Förderband zu schütten und ihrem Weg durch die Apfelsaftmaschine zu folgen: Waschen, Kleinschnippeln, Pressen, Erhitzen und Abfüllen. Und auf der anderen Seite kam dann der fertige Apfelsaft heraus: Insgesamt knapp 1500 Liter. Bei dieser Menge machte es dann auch nichts aus, dass die Kinder ausgiebig probierten. Das einstimmige Urteil lautet: Hmh, das schmeckt lecker!

Wie in der Sendung mit der Maus – nur live!

Waldkindergartenkinder besuchten das Sägewerk Kolb in Hönig bei Spraitbach

Die Kinder des Evangelischen Waldkindergartens Schönblick haben eine besondere Beziehung zu Bäumen. Sie sind für sie Klettergerüst, Balancierbalken und Spielort. Doch zur Realität eines Waldkindergartenkindes gehört auch, dass ein Baum gefällt wird. Dies geschah in größerem Umfang in den letzten Wochen in ihrem „Waldkindergartenrevier“ im Taubental. Ein Grund für die Kinder sich zu fragen, was mit diesen gefällten Bäumen geschieht.
Die Antwort darauf erfuhren sie im Sägewerk bei Hönig. Dort trafen sie Herrn Kolb, der ihnen erklärte, wie aus einem Baumstamm Bretter und Balken werden. Und da man alles viel besser kapiert wenn man es auch sieht, zeigt er den Kindern sein komplettes Sägewerk. Die vorbereitenden Maßnahmen zum Sägen sind: Fräsen des Baumfußes, Abschälen der Rinde, Vermessen und Ablängen der Baumstämme. Danach geht es in die Sägehalle. Dort laufen die mächtigen Baumstämme durch eine Gattersäge und die daraus entstandenen Baumteile anschließend durch weitere Sägen. Das Ergebnis: Balken und Bretter in unterschiedlichen Maßen. Während die Balken per Hand verladen werden, werden die Bretter über ein Förderband zu einer riesigen Sortier- und Stapelmaschine transportiert. All das brachte die Waldkindergartenkinder mächtig zum Staunen, da man solche Sachen sonst nur aus der Sendung mit der Maus oder ähnlichen Formaten kennt. Überall sah man große und gebannte Augen und vorsichtige Bewegungen, die sicherlich den mächtigen realen Maschinen zuzuschreiben waren. Die Waldkindergartenkinder freuten sich, so etwas einmal in Echt erlebt zu haben und bedanken sich herzlich bei Herrn Kolb. Die nächste Exkursion führt die Waldkindergartenkinder zur Zimmerei Hägele, denn sie sind sehr gespannt, was man aus diesen Bretter und Balken alles bauen kann.

Vernissage im Waldkindergarten: „Wir malen an die Wände mit Erde und mit Lehm....“

...trällerten die Waldkinder des Evangelischen Waldkindergartens Schönblick zur großen Vernissage ihrer Kunstwerke, die bis Ende Mai in der Gemeindeetage des Schönblicks unter dem Titel: "Fabelwesen“ zu sehen sind. Aber nicht nur mit Lehm malen die Waldkinder - sie malen auch mit echter Farbe, selbst angerührt, auf große Bögen Papier gestrichen - und sie malen mit der Schere wie Henri Matisse. Denn von Matisse haben wir es gelernt, wie herrlich ein Rot oder Blau oder Gelb sich anfühlt und wie man aus den Papierschnipseln - den großen und kleinen - fantastische Bilder entstehen lassen kann. Und von Frederik, der Maus, haben wir gelernt, wie wichtig es ist, die Farben des Sommers zu sammeln für den dunklen, öden, grauen Winter. Wenn dann im Winter der Wald schwarzbraun und duster durch die große Scheibe in unsere Waldhütte hereinschaut, dann wandern die Waldkinder durch herrlich bunte Fantasiewelten: Sie erfinden fantastische Geschichten, bauen zarte Zelte aus weichen seidenen Tüchern, wo sie mit ihrer Erzieherin auf eine Traumreise gehen und malen, was ihnen gerade so einfällt, während im Ofen das Feuer gemütlich knistert. Und so sind auch die lustig bunten Fabelwesen entstanden, Collagen aus Kleisterpapier, die nun eingerahmt in Glas dem Betrachter ein fröhliches Schmunzeln entlocken. Denn eins ist sicher: Wald schenkt Kindern Fantasie, weil die Kinder sich all ihr Spielzeug aus einem Stück Baumholz immer selbst erfinden, ausdenken und verwandeln müssen. Ebenso sicher ist das andere: Gott hat Freude daran, wenn fantasievolle Kinder sich fantastische Welten ausdenken - schließlich hat er es ihnen ja vorgemacht.

Naturphänomen Haareis

Auf unseren Expeditionen durch den winterlichen Wald sehen wir manchmal das Phänomen des Haareises. Haareis ist sehr feines Eis an Totholzästen und sieht in etwa wie Zuckerwatte aus. Deshalb haben unsere Kinder diese sehr seltene Eisform „Gänsefederneis“ genannt, was wir sehr passend finden. Anbei ein paar Bilder dieses Naturphänomens.

Joachim Wagner

Als Kind liebte ich es durch die Natur zu streifen und hinter jedem Baum oder Busch etwas Neues zu entdecken: Da gab es Mauselöcher, Froschtümpel, besondere Steine oder Pflanzen. Mit meinem Bruder und den anderen Freunden aus der Nachbarschaft erlebten wir jeden Tag neue Abenteuer: Kletterbäume, Wasserfälle oder Höhlen. Ich bin Gott dankbar dafür, dass ich eine solche unbeschwerte Kindheit erleben durfte. Glücklicherweise gruben sich diese vielen tollen Erlebnisse tief in mir ein, so dass ich die Begeisterung, die meine eigenen Kinder und die Waldkindergartenkinder heute bei den gleichen Aktivitäten verspüren, nach wie vor fühlen kann. Nur mein Blickwinkel hat sich etwas verändert. Jetzt sehe ich im kindlichen Spiel und der Auseinandersetzung mit seiner Umwelt nicht nur den Spaß, der es für mich früher war, sondern auch die Bedeutung dahinter: die Kreativität beim Rollenspiel, das kooperative Verhalten beim gemeinsamen Bezwingen eines Steilhanges, die elementaren Sinneserfahrungen beim Matschen und das Experimentieren mit mechanischen Grundsätzen beim Brückenbau. Nach 20 Jahren Arbeit als Erzieher, davon 12 Jahre als Kindergartenleitung, bin ich davon überzeugt, dass der Wald ein idealer und unerschöpflicher Lern- und Erfahrungsraum für Kinder ist. Deshalb freue ich mich jeden Tag mit den Kindern dorthin aufzubrechen und Gottes Schöpfung erleben zu dürfen.

Debora Willerding

Ich wohne in Wustenriet, bin Mutter von zwei wunderbaren Mädchen (3 ½ und knapp 2 Jahre) und freue mich nach vielen Jahren in einem klassischen Kindergarten des Evangelischen Vereins Fellbach e.V. jetzt im Waldkindergarten arbeiten zu dürfen.
Für mich persönlich ist der Wald der Ort, der mir die Ruhe und Geborgenheit gibt, zu mir selbst zu finden und vor Allem Gott zu begegnen. Einerseits ist Wald für uns selbstverständlich und andererseits bedeutet er für uns ständiges Neuentdecken und Staunen. Im Wald erlebe ich Gottes Größe im Kleinen, wenn ich zum Beispiel emsigen Ameisen zuschaue, und im Großen, wenn ich die Wucht der Natur im sturmzerzausten Wald erlebe.
Kinder sind so wertvolle Persönlichkeiten, die es zu leiten aber auch zu lassen gilt. Im Wald können sich die Kinder ausprobieren und lernen, mit Gegebenheiten umzugehen: Das Wetter ist wie es ist, der Wald ist wie er ist und die Lebensumstände sind wie sie sind. In diesem Lernprozess will ich die Kinder begleiten und sie motivieren, sich auf Gottes Führung und Gnade zu verlassen. Ich bin davon überzeugt, dass Kinder durch diese Erfahrungen nicht nur kurzweiligen Spaß sondern tiefe Freude in Jesus erleben werden. Diese zu vermitteln ist für mich innerstes Bedürfnis und Aufgabe den Kindern gegenüber.

Chantalle Mack

Ich wohne mit meinem Mann und meinen drei Kindern, die bereits alle auf der weiterführenden Schule sind, in Schwäbisch Gmünd-Straßdorf. Uns begleiten ein Dackel, einige Hühner und etliche Wachteln ums Haus herum. Ich gehe seit knapp 20 Jahren zur Jagd und habe aus dieser Passion heraus die Arbeit mit Kindern im Wald für mich entdeckt. Ursprünglich habe ich Grundschullehramt studiert, bin aber auch Pädagogische Fachkraft und komme aus der Waldpädagogik. Es gibt für mich kein nachhaltigeres Zusammenleben (und -lernen) in einer Einrichtung als das mitten in der Natur. Man kann vielleicht aus Büchern beispielsweise über einen Baum lernen- aber dann hat man noch lange nicht sein Rauschen vernommen, seine Rinde gespürt, die zerriebenen Blätter gerochen oder aus seinen Früchten etwas Leckeres zubereitet. Im Waldkindergarten lernen Kinder aus erster Hand. Und lernen für ihr Leben.
Kinder zurückhaltend zu begleiten, ihnen die Hand zu reichen auf dem Weg zum Großwerden und stark zu machen mit Liebe, Verantwortung und Vertrauen in sich und ihre Welt ist meine größte Freude.

Kathrin Remmers

Ich hatte schon immer ein Auge für Details in der Natur. Als ich klein war, habe ich alles dort bestaunt – von der Kellerassel bis zur Frühlingsblume war alles interessant. Diese Neugier und das Bewusstsein, wie vielfältig Gott die Natur geschaffen hat, möchte ich mir erhalten.
Auch heute noch liebe ich es, draußen zu sein, durch Wald und Wiese zu streifen und alles, was es da so gibt, zu entdecken.
Deshalb freue mich, dieses Jahr mein BFD im Waldkindergarten des Schönblicks machen zu können. Ich arbeite gerne mit Kindern und finde es faszinierend, wie sie die Natur wahrnehmen. Ich möchte die Kinder und Erzieher unterstützen, Berufserfahrung für meine anschließende Ausbildung zur Ergotherapeutin zu sammeln, im Glauben wachsen und von der Natur lernen. Doch nicht nur das: auch die Kinder ermutigen mich jeden Tag aufs Neue, neugierig die Augen aufzusperren und sich überraschen zu lassen, welche Erlebnisse der Tag so mit sich bringt. Also freue mich auf die kommende Zeit und bin gespannt, welche neuen Erfahrungen, Herausforderungen und Abenteuer Gott für mich offen hält.

Aktuelle Informationen

Hier finden Sie aktuelle Infos zum Download:

Konzeption
Waldkindergartenkonzeption_web.pdf
Ausführliche Beschreibung und Infos über Struktur, Tagesablauf und zum Pädagogischen Konzept.

Gebührenordnung
Gebuehrenordnung.pdf
Kindergartenbeiträge und Geschwisterstaffelung.

Anmeldeformular
Anmeldeformular.pdf
Aufnahme im September zu Beginn des neuen Kindergartenjahres

Kontakt

Evangelischer Waldkindergarten Schönblick
Willy-Schenk-Straße 9
73527 Schwäbisch Gmünd
Tel.: 07171 9707-444
waldkindergarten@schoenblick.de

Gemeindebüro:
Bürozeiten: Dienstag und Donnerstag von 9.00 bis 12.00 Uhr
Telefon: 07171 9707 441
E-Mail: gemeinde@schoenblick.de

Hier finden Sie eine Anfahrtsbeschreibung.

Finanzielle Unterstützung:
Spendenkonto • KSK Ostalb
IBAN: DE61 6145 0050 1000 5225 56 • BIC: OASPDE6A

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FSJ oder BFD auf dem Schönblick
Jedes Jahr unterstützen uns viele junge Leute im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres oder Bundesfreiwilligendienstes. Ein Jahr lang zusammen mit 30 anderen jungen Leuten das Leben auf eine ganz neue Weise erfahren. Absolviere dein FSJ im Waldkindergarten oder in 5 anderen Breichen!

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