worship generations
Der Lobpreiskongress

5. bis 8. September 2019 auf dem Schönblick in Schwäbisch Gmünd

Das war der Kongress:

Der Kongress WORSHIP GENERATIONS ist leider schon wieder vorbei. Wir hatten einen genialen Kongress mit einem tollen Publikum, wunderbaren Künstlern und Referenten und einer großen Bandbreite an Lobpreis- und Worship-Themen. Vielen Dank für die gemeinsame Zeit. Der Kongress war mit 1000 Anmeldungen komplett ausgebucht. Wir waren überwältigt von der großen Resonanz.
Wir wünschen allen Teilnehmern einen guten Start wieder im Alltag, Gottes Segen und SEIN alltägliches Wirken.

Es grüßen vom Leitungsteam

Albert Frey, Martin Scheuermann, Joachim Zinser, Volker Trautmann

alle Bilder © idea/Schubert

Feedback

Wir freuen uns, wenn ihr uns euer Feedback zu diesem Kongress gebt. Hier findet ihr einen Link https://www.surveymonkey.de/r/ZRC9YJ5 Vielen Dank!

Presse

Nächster Kongress:

Der nächste Kongress WORSHIP GENERATIONS ist für den 09.-12. September 2021 geplant.
Weitere Details hierzu ab Frühjahr 2020 unter www.schoenblick.de/worship-generations

 

WORSHIP GENERATIONS

Vom alten Israel bis zur Urgemeinde und durch die ganze Kirchengeschichte: Gott wurde immer angebetet, und Musik hatte dabei immer eine besondere Bedeutung. Aber seit zwei bis drei  Generationen wird Anbetung neu entdeckt und aktualisiert. Die Verbindung von Popmusik und Gebet, die wir heute „Lobpreis“ nennen, prägt im deutschsprachigen Raum immer mehr Gottesdienste und auch das persönliche Glaubensleben in allen Altersgruppen.

Wir haben inzwischen eine Fülle von deutschsprachigen Autoren/innen, Künstler/innen & Bands auf hohem Niveau und in verschiedenen Stilrichtungen, Weiterentwicklung in die Breite und in die Tiefe. Das Projekt „Feiert Jesus!“, als Jugendliederbuch gestartet, prägt seit 25 Jahren mehrere „LobpreisGenerationen“. Viele Gemeinden und Werke lehren, praktizieren und gestalten eine neue LobpreisKultur. Aber wir erleben auch Müdigkeit und Stagnation, Einseitigkeit und Konflikte.

Es ist Zeit zurückzuschauen:
Wo kommen wir her, wo sind unsere Wurzeln?

Es ist Zeit, wahrzunehmen:
Wo stehen wir, was hat Gott uns geschenkt? Wo können wir uns gegenseitig bereichern? Was fehlt uns?

Es ist Zeit, nach vorne zu schauen:
Was will Gott Neues tun? Was können wir beitragen, damit die Kraft der Anbetung sich weiter entfaltet, von Generation zu Generation?

 

 

Mit einer großen Fülle und Vielfalt an Musiker/innen und Referent/innen wollen wir diesen Fragen nachgehen, neu inspiriert und motiviert werden. Wir wollen einen großen Raum öffnen, damit wir Gott und auch einander neu und tiefer begegnen können.

Ein Kongress für alle Aktiven im musikalischen und geistlichen Dienst, aber auch für alle, die einfach die „Breite und Tiefe“ (Eph3,18) der Liebe Gottes mit viel begeisternder Musik und inspirierenden Worten genießen wollen.

Wir freuen uns darauf, am Ende des Sommers 2019 ein paar besondere Tage zu erleben!

Albert Frey, Martin Scheuermann, Volker Trautmann, Joachim Zinser
Kongress-Leitungsteam

Programm

Klicken und Programm als PDF öffnen

Andrea Adams-Frey kann aus gesundheitlichen Gründen leider nicht beim Kongress dabei sein. Statt ihrem geplanten Beitrag am Freitagabend gibt es ein Set von FEIERT JESUS! mit Lena Belgart und Lars Peter (Gesang), Albert Frey (Leitung) und Band.

Lobpreis ist mehr als Musik
Exklusives Interview mit Albert Frey

Sie sehen sich mit ihrer Frau Andrea Adams-Frey als von Gott zusammengestelltes Team. Hat christliche Musik von Anfang an eine Rolle in Ihrer Beziehung gespielt?

Als Andrea und ich uns in unseren 30ern kennerlernten, hatte jeder von uns schon eine „Geschichte“ hinter uns und wir machten beide bereits beruflich Musik. Wir haben das nicht strategisch geplant, wir haben uns einfach verliebt. Aber wir erkannten in unserer Verbindung neue musikalische und geistliche Möglichkeiten der Ergänzung. Das haben wir über viele Jahre gemacht und viel Segen dabei erlebt. Aber es hat auch immer wieder zwischendurch jeder stärker das „Eigene“ gesucht und gebraucht. Beides hat Platz und Wert.

Wie gestalten Sie Lobpreis privat, abseits der Bühne?

Ich singe schon gerne mit Gitarre, improvisiere auch gerne auf unserem Flügel. Stille, Gebetspaziergänge und regelmäßige Auszeiten, z.B., im Kloster Gnadenthal oder Pilgerwanderungen sind mit aber auch eine wichtige Quelle der Begegnung mit Gott geworden. Gerade weil ich beruflich so viel Musik mache, muss ich beim Gebet immer wieder bewusst die Gitarre weglegen.
Bibellese und Bibelarbeit, liturgische Gebete (von denen ich einige auswendig kann) sind für mich auch wichtige Formen, Gott zu ehren.

Ein wahrer Schatz an Liedern stammt aus Ihrer Feder. Wie muss man sich als Laie die Entstehung eines Liedes vorstellen?


Ich sammle laufend Ideen, kleine Inspirationen, aus denen Lieder werden könnten. Das kann eine inhaltliche Idee, eine Bibelstelle oder eine markante Text- oder Musikphrase sein. Ich will offen für die Impulse des Heiligen Geistes sein. Dann kommt aber auch das Handwerk, die Ausarbeitung vor allem des Textes - und da steckt auch viel Arbeit und Erfahrung drin.

Liedschätze entdecken Sie aber auch bei Interpreten anderer Jahrhunderte. Was inspiriert sie an Chorälen und Heilsliedern?

Die Handwerkliche Qualität von Versmaß und Reimen, eine lyrische und in sich konsequente Sprache, aber auch die inhaltliche Vielfalt und der Tiefgang vieler Choräle, die gerade in schweren Zeiten Gottvertrauen vermitteln.

Wie würden Sie Paul Gerhardt unsere gegenwärtige Lobpreiskultur erklären?

Ich würde ihm zu erklären versuchen, dass wir im Gegensatz zu seiner Zeit in einem Lied nicht möglichst viele Themen und Glaubensaussagen unterbringen wollen, sondern eine Sache herausgreifen, die wir dann auf den Punkt bringen und emotional vertiefen, z.B. durch einen wiederkehrenden Refrain, den es ja in seiner Zeit so noch nicht gab, oder durch Liedblöcke, die uns in einen Raum der Anbetung eintauchen lassen. Durch verschiedene Lieder und eine gute Zusammenstellung erhalten wir dann wieder eine biblische Fülle. Ich würde ihm erzählen, dass der moderne Mensch sehr zerstreut ist und zwischen vielen Angeboten wählen kann. Geistliche Wahrheit muss also Körper, Seele und Geist gleichermaßen erfassen und mitnehmen. Als Künstler würde er zumindest versuchen, das zu verstehen, auch wenn er sicher enttäuscht wäre, dass wir nicht mehr die Geduld haben, 12 Strophen zu singen.

„Lobpreis ist nichts für mich, ich kann nicht singen“ was antworten sie einem Zeitgenossen, der das von sich behauptet?

Ich würde zunächst eine Unterscheidung machen zwischen Lobpreis und Musik. Musik soll helfen, Gott zu loben, aber sie ist nicht das Lob.  Das sind unsere persönlichen und gemeinschaftlichen Gebete, das, was aus unseren Herzen kommt. Und wenn Gott wirklich der liebende Vater und der allmächtige Schöpfer ist, dann ist es einfach angemessen, ihn anzubeten, egal auf welche Art.
Wenn jemand Mühe mit Musik hat, dann kann das eine Stilfrage sein. Lobpreis ist nicht ein bestimmter Stil, jeder darf seinen finden – und um der Gemeinschaft willen sich auch auf das einlassen, was vielen anderen gefällt.
Vielleicht gibt es auch eine emotionale Blockade beim Singen - Perfektionismus, schlechte Erfahrungen mit der eigenen Stimme oder durch geistliche Manipulation. Das ist eine Frage für Selbstprüfung und Seelsorge!
Lobpreis, Musik und auch Singen ist ein Geschenk Gottes für uns alle. Es wäre doch tragisch, wenn wir es unausgepackt liegen lassen!
 
Seit 2009 leiten Sie Lobpreiskongresse auf dem Schönblick. Im September findet der vierte statt mit dem Thema: Worship generations. Es geht also um mehr als eine Generation?

Seit unseren ersten drei „Lobpreiskongressen mit seelsorgerischen Elementen“ und in der Folge dann abwechselnd Seminaren zu Lobpreis und "Geistlichem Leben" (Komm zur Quelle) ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Schönblick-Team und ein Vertrauen der Teilnehmenden in unsere Impulse gewachsen. Jetzt schien es uns aber an der Zeit, größer und weiter zu denken, verschiedene Generationen und Stile von Lobpreis und Anbetung in den Blick zu nehmen, das Gemeinsame zu suchen und uns gegenseitig zu bereichern. Mit einer großen Fülle an Künstlern, Referenten und Referentinnen wollen wir ein Festival der Vielfalt von Anbetung feiern, aber auch spannende Fragen zu nötigen Korrekturen und zur Zukunft von Lobpreis und Anbetung im deutschsprachigen Raum stellen. Von den 20ern bis zu den 70ern werden wir auch auf der Bühne mindestens drei Generationen versammeln.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Christa Gatter 

Referenten und Seminare